Corina erklärt: Pain Points – Wo es für Kund:innen weh tut

Kennst du das? Du willst schnell etwas online bestellen – aber die Seite lädt ewig. Oder du brauchst Hilfe vom Kundenservice, hängst aber endlos in der Warteschleife. Solche Momente kosten nicht nur Nerven, sondern auch Vertrauen. In der Fachsprache nennt man sie Pain Points – und sie sind echte Conversion-Killer.

Was sind Pain Points?

Jemand möchte ein Bahn­ticket online kaufen. Die Webseite hakt und der Kauf­pro­zess bricht ab. Beim Support wartet man ewig. Genervt wird die App gelöscht und dann das Ticket woan­ders gekauft.

Pain Points sind alle Reibun­gen in der Custo­mer Journey, die Kund:innen frustrie­ren und verun­si­chern oder zum Absprung bewegen. Typi­sche Kategorien:

  • Tech­nisch: Lang­same Lade­zei­ten, fehler­hafte Apps und verwir­rende Navigation
  • Prozess­be­zo­gen: Kompli­zierte Bestel­lun­gen, unüber­sicht­li­che Retou­ren und fehlende Zahlungsmethoden
  • Kommu­ni­ka­tiv: Vage Infos, unfreund­li­cher Ton und fehlende Erreichbarkeit
  • Emotio­nal: Das Gefühl, nicht ernst genom­men oder igno­riert zu werden

Warum sind Pain Points so kritisch?

Weil sie mess­bare Folgen haben für Kund:innen und fürs Geschäft:

  • Absprungra­ten steigen: Der Kauf wird abge­bro­chen, noch bevor er beginnt.
  • Nega­tive Empfeh­lun­gen: Frustrierte Kund:innen erzählen’s weiter, auch meist lauter als zufriedene.
  • Wett­be­werbs­vor­teil geht verlo­ren: Wer reibungs­los funk­tio­niert, der gewinnt den Zuschlag.

Kurz: Jeder Pain Point ist eine verpasste Chance.

Wie erkennt man Pain Points?

Damit aus Frust kein Dauer­zu­stand wird, braucht’s ein syste­ma­ti­sches Vorgehen:

  • Kund:innen direkt fragen: Ob mit Feedback-Formularen und Reviews oder Inter­views, diese Metho­den liefern ehrli­che Einblicke.
  • Zahlen auswer­ten: Aber wo brechen Nutzer:innen ab? Welche Seiten perfor­men schlecht?
  • Selbst erleben: Mit Mystery Shop­ping oder User-Tests sieht man mit den Augen der Kundschaft.

Und wie eliminiert man Pain Points?

Sobald die Stol­per­steine sicht­bar sind, gilt: Wegräu­men, aber dann auch richtig.

1. Usabi­lity opti­mie­ren
→ Intui­tive Navi­ga­tion, schnelle Lade­zei­ten und klare Abläufe.

2. Kommu­ni­ka­tion schär­fen
→ Verständ­li­che Infos, freund­li­cher Support und aktive Kundenansprache.

3. Flexi­bi­li­tät erhöhen
→ Verschie­dene Zahlungs­mög­lich­kei­ten, unkom­pli­zierte Retou­ren und kurze Reaktionszeiten.

Pain Points sind wie kleine Steine im Schuh – sie stören mehr, als man denkt.

Wer sie erkennt und syste­ma­tisch elimi­niert, schafft ein Kunden­er­leb­nis, das nicht nur reibungs­los ist, sondern auch begei­stert. Und genau das führt zu treuen Kund:innen und nach­hal­ti­gem Erfolg.